zweiter Insolvenzantrag

In Kooperation mit:

 

Ist bei einem Fremdinsolvenzantrag noch ein Eigenantrag erforderlich?

 

Kann eine Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Insbesondere Krankenkassen sind schnell, einen Insolvenzantrag zu stellen. Die Problematik besteht dem Grunde nach darin, dass das Insolvenzgericht die Akte grundsätzlich an die Staatsanwaltschaft übersendet, um den Sachverhalt strafrechtlich prüfen zu lassen. Je nach dem, wie das Insolvenzverfahren abgeschlossen worden ist, ist die Verwirklichung strafrechtlicher Tatbestände nicht fernliegend. Erfahrungsgemäß ist die Insolvenzverschleppung aufgrund von Zahlungsunfähigkeit der am meisten verwirklichte Straftatbestand.

 

Ist ein Fremdinsolvenzantrag gestellt worden, kommt ganz automatisch die Frage auf, ob ein eigener Insolvenzantrag noch zu stellen ist. Auf den ersten Blick scheint die Antwort auf der Hand zu liegen: NEIN, den warum soll denn über die Gesellschaft nochmal ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Wie so häufig ist im Strafrecht der erste Gedanke nicht unbedingt der Richtige.

 

Ist ein Fremdinsolvenzantrag gestellt worden, ist unternehmensintern genau zu prüfen, ob ein Insolvenzgrund tatsächlich vorliegt. Gegebenenfalls kann man mit dem Sozialversicherungsträger eine Einigung dahingehend treffen, dass im Ergebnis der Insolvenzantrag zurückgenommen wird. Ist das Unternehmen aber sprichwörtlich nicht zu retten, ist ein Eigeninsolvenzantrag angezeigt. Die einzige Diskussion, die sich anschließen wird, geht um die Rechtzeitigkeit des Insolvenzantrages. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger kann ggf. die Staatsanwaltschaft dazu bewogen werden, die Ansicht zu teilen, dass der Fremdinsolvenzantrag der letzte Zeitpunkt war, den Eigenantrag zustellen, sodass die Einstellung des Verfahrens die einzige richtige Option ist.

 

 

Dr. Andrew Patzschke

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht

Fachanwalt für Steuerrecht

Dr. Andrew Patzschke

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht

Fachanwalt für Steuerrecht

 

 

 

Friedrichstraße 200

10117 Berlin

 

 

 

Telefon: +49 30 12096046

Fax: +49 30 7001431299

Handy: +49 178 2820432

 

 

E-Mail:

a.patzschke@rechtsanwalt-patzschke.de